Neuseeland

She's a beauty!

Passing through the Mountains
Passing through the Mountains

Aus dem tropisch warmen Hawaii' ging es von der einen Seite der Erde auf die andere.

Mit einem späten Flug gegen 23:00 flog ich aus Honolulu nach Auckland, der Hauptstadt von Neuseeland. Der Flug an sich war recht angenehm, und durch die späte Uhrzeit habe ich auch etwas geschlafen, aber die Dauer war furchtbar. Ich bin am 16. September gegen Abend losgeflogen und am 18. angekommen.  Unfassbar.


Der Hauptgrund war natürlich nicht die Flugzeit von knapp zehn Stunden, sondern die Datumsgrenze, die das Flugzeug, eine Boeing 767-300 ER, überflogen hat, und damit für mich der 17. September 2015 nur etwa zweieinhalb Stunden hatte.

In Auckland angekommen, so gegen 6:00 habe ich mich erst kurz am Flughafen aufgehalten, noch ein wenig gegessen, und bin dann zu der nahegelegenen Mietwagenstation gelaufen, um meinen Reisegefährten, einen fast gleichaltrigen Toyota Estima von Jucy abzuholen, und mich mit dem neuen Gefährt(-en) und dem Fahren auf der falschen Seite vertraut zu machen.

Beides hat mir praktisch kaum Probleme bereitet.

 

Das Auto, besser der Campervan, war immer zuverlässig und hat sehr gut zu meinen Bedürfnissen gepasst, und an das Fahren auf der linken Strassenseite, und das Einsteigen auf der rechten Seite kann man sich auch gewöhnen. Nur sehr wenige Male stand ich an der linken Autotür und wollte mich hinter das Steuer schwingen.

Einfach nur fahren!

Aus Auckland bin ich dann recht schnell nach Süden gefahren, um erstmal mich an das Fahren zu gewöhnen, um etwas zu sehen, und da ich keine Lust auf Stadt hatte, sondern raus wollte, und das Land, und die Landschaft sehen. Mein erstes Ziel war ein Campingplatz an einem Fluss, irgendwo in den Hügel der Nordinsel. Nach kurvigen Küstenstrassen noch eben eine Stunde Schotterweg kam ich auch schon dort an. Bis auf das leise Plätschern des Flusses komplett ruhig, und mit nur zwei anderen Campern war ich an diesem wunderbaren Ort, und habe das erste mal mich zur Nacht gebettet, und meinen Camper vernünftig genutzt.

Der Fluss
Der Fluss

Frisch und ausgeruht wachte ich dann morgens in aller Frühe auf, habe gefrühstückt, meine sieben Sachen gepackt, mich noch für ein bisschen an den Fluss gesetzt, und bin dann mit dem grünen Camper weiter.

Viele die schonmal in Neuseeland oder Australien unterwegs waren, kennen diese auf alten Minivans aufgebauten fehrenden Betten aus dem täglichen Straßenbild der touristischen Gegenden, für alle anderen will ich das Autopo kurz erklären.


Die vordere Hälfe besteht aus einem ganz normalen Toyota Estima, Baujahr 2000, mit quereingebautem 2,4 Liter Benzinmotor mit 123 PS, und einer fantastisch langsamen Viergang-Automatik, ach ja, und natürlich mit dem Lenkrad auf der falschen, der rechten Seite.


Hinter dem Fahrersitz dann beginnt der spannende Teil. Die standardmäßigen Sitze der hinteren beiden Reihen sind nämlich entfernt, und an Stelle dessen, zwei sich gegenüberliegende Sitzbänke eingebaut, die sich zu einem Bett zusammenschieben lassen. Unter der einen Bank ist Platz für Gepäck, die Bettdecke, das Kopfkissen, und die Handtücher, die in dem Mietpreis enthalten sind, und unter der anderen Bank befindet sich ein Tisch, den man einhängen kann, und damit ein Tisch mit vier Sitzplätzen erhält.

Schiebt man sich das Bett also so zurecht erhält man eine durchgängige Liegefläche von etwa zwei mal anderthalb Meter. für zwei Personen durchaus kuschelig, für eine absolut komfortabel.

Die Fenster werden mit Vorhängen verdunkelt, und die Fahrerkabine ebenso abgetrent.

Das besondere Feature des Schlafzimmers war der an der Decke befestigte DVD-Spieler, den ich aber aufgrund von nicht vorhandenen DVDs nicht benutzt habe.

Da wo sich bei den normalen Autos der Kofferraum befindet hatte mein Campervan die Küche. Die bestand aus einer kleinen Kühltruhe, die den Inhalt auch mal einfrieren kann, wenn man mal den Thermostat falsch einstellt, sowie aus einem Waschbecken, mit Handpumpe und 25L Tank, einer Gasplatte,, sowie einem Schrank, mit allem was man in der Küche braucht.


Mit diesem Gefährt machte ich also für fast drei Wochen die Straßen Neuseelands unsicher.

Die Straßen in Neuseeland bestehen zu großen Teilen aus Landstraßen, auf denen ein Tempolimit von 100 km/h gilt. Nur sehr selten sind mehrspurige Autobahnen zu finden, wenn dann nur nahe größerer Städte, die in Neuseeland jetzt eher selten sind, denn im allgemeinen gibt es in Neuseeland eher wenig Menschen, weniger als in Kalkutta (ca. 4.5 Millionen), dafür über 30 Millionen Schafe, und mehr als fünf Millionen Kühe.

Das Landschaftliche Bild ist also weniger von großen pulsierenden Städten, sondern mehr von Land- Forstwirtschaft, und Weinbau geprägt. Das führt dazu, das der Blick auf die in sehr sehr sehr weiten Strecken grandios schönen Landschaften, auf die Berg und Hügel, die Küsten und Strände, die Felsen, die Seen, die Hochebenen, die Wälder, die Wasserfälle, hach die Wasserfälle, weitestgehen unverbaut ist.

Wasserfälle!

Neuseeland hat als Land, das durch viele recht hohe Berge mit Gletschern und Schnee geprägt ist genau davon gibt es dort ganz viele. Ganz oft verwies mich eines der braunen auf Sehenswürdigkeiten hinweisenden Schildern auf Waterfalls, Falls Scenic Outlook oder ähnliches, und jedesmal habe ich dort angehalten, um sie mir anzusehen, und nicht einmal wurde ich enttäuscht.

Man könnte jetzt denken, irgendwann wird das doch langweilig, und dass das doch immer das Gleiche ist, doch weit gefehlt. Einerseits bin ich als Rheinländer so  etwas rein garnicht gewohnt, zum anderen waren die Wasserfälle sehr unterschiedlich, und jeder auf  seine Art und Weise besonders. Dazu eine kleine Bildergalerie..


Und sonst so?

Liebend gerne würde ich euch jetzt  haarklein jede Einzelheit der Strecke, jeden Hpgel, jeden Berg erklären, und noch etwa zehn Seiten vor mich hinschreibseln, da dieser Blogeintrag aber jetzt schon eher länglich ist, lasse ich das hier an dieser Stelle, auch um ihn schneller an euch bringen zu können. Dafür bekommt ihr eine ganz grobe Röotenübersicht, und noch ein paar der Bilder, von diesem fantastischen Land, das mich, insbesondere auf der Südinsel begeistert, und sprachlos gemacht hat. Ich muss das hier mal so deutlich sagen: Neuseeland war bisher, der eindutig und mit Abstand beste Teil meiner Reise! Mal sehen was da noch kommt.

Jetzt aber erstmal noch viel Spaß mit den Bildern, und stay tuned, der Fiji-Beitrag ist schon imm Anflug.

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