Fiji

Paradiesisch

Eine kleine Insel mitten im Pazifik
Eine kleine Insel mitten im Pazifik

Nun ja, nicht ganz so klein und einsam ist Fiji, aber verglichen mit anderen Ländern ist Fiji, oder Fidschi, wie es auf deutsch uncharmant heißt, schon ein bisschen ab vom Schuß.

Etwa 2100  km nördlich von Auckland gelegen ist dieses seit 1970 von Großbritannien unabhängige Land Heimat für etwa 900.000 Menschen, weniger als Köln, in etwa in der Größe des Bundeslandes Sachsen.

Der Großteil der Landmasse, ca. 90%, verteilen sich auf die beiden Hauptinseln, der Rest verteilt sich auf 330 weiter Inseln, von denen nur ein Drittel bewohnt ist. Es gibt also viele kleine Inseln mit wenigen Menschen, das klingt doch ganz annehmbar. Und auf genau so einer kleinen eher wenig bewohnten Insel war ich auch in Fiji.

Die Hauptinsel Viti Levu unweit des Flughafens von Nadi
Die Hauptinsel Viti Levu

Noch ganz von den Erfahrungen überwältigt stieg ich in Auckland in den Flieger und ließ mich von der super Airline Air New Zealand nach Nadi (sprich Nandi) transportieren. 

Nach knapp drei Stunden aus einem der gefühlt zivilisiertesten und am weitesten entwickelten Ländern, in denen ich jemals war, ging es nach Fiji, das auf Platz 88 des Human Development Index, genau zwischen Thailand und Armenien.

Schon aus dem Flugzeug ließ sich eines der Probleme, die ich mit Nadi hatte erkennen. Da es in Fiji keine staatöiche Müllabfuhr gibt, und die privaten recht teuer sind, wird der Großteil des Abfalls auf andere Art entsorgt, und zwar durch verbrennen. Das sorgt für aus der Luft sichtbare Rauchwolken über der Insel, und vernischt mit den üblen Abgasen der Busse und Laster auf den schlechten Straßen für eine sehr schlecht Luft. 

Die Müllproblematik setzt sich noch weiter fort, darin, dass auf den Straßen, in den Gräben, in den Bächen und am Strand, in Nadi liegt überall Müll. Plastiktüten, Karton, leere Ölkanister, alles wird achtlos einfach hingeschmissen. Das war was mich am meisten irritiert und geärgert hat, und was Fiji meiner Meinung nach am stärksten von den Ländern unterscheidet, in denen ich bisher war.


Ein paar Tage davon waren mir genug, und in der eher unspektakulären, nicht besonders großen Stadt hielt mich nichts, also weg von der eher wenig schönen Hauptinsel, ab auf  eine der vielen kleinen Inseln. 

Ich habe mich unter der Vielzahl von Resorts auf den Inseln für das am weitesten von Nado entfernte entschieden, das Blue Lagoon Beach Resort auf Nacula (sprich: Nathula). Viereinhalb Stunden mit der Fähre aus der Gated Community in Nadi, wo die großen Hotelketten ihre Resorts weit entfernt von der Lebensrealität Fijis aufgebaut haben, gibg ds vorbei an der Insel aus Cast Away, und anderen Resorts und Inseln dorthin, wo es Kokospalmen, Mangos und Bananen gibt und wo man auf den Grund sehen kann, egal wie tief das Wasser ist

Eine von diesen Inseln
Eine von diesen Inseln

In dem Resort an dem äußeren Ende der Yasawa Inselkette habe ich acht Tage verbracht, und in der Zeit sehr schöne Dinge getan und gesehen, viel geschwommen, und noch mehr gegessen. 

In diesem tropischen Paradies habe ich das Leben aufs Vollste genossen. 

Garnicht weit von dem Resort sind auf einer sehr kleinen Insel die Sawa-I-Lau Caves, eine sagenumwobene Höhlenstruktur, die nicht nur eine sehr große Kathedralenartige Haupthalle, sondern auch eine nur durch einen Tunnel erreichbare Nebenhöhle hat. Diese Höhle habe ich in einem kleinen halbtages Ausflug besucht. Die vollkommen geflutete Höhle ist schon sehr beeindruckend, aber die zweite durch den Tunnel von der anderen getrennte Höhle ist warhaft atemberaubend. 

Nach dem durchschwimmen des Tunnels landet man aus der hohen nach oben offenen hellen Höhle in einer fast vollkommen dunklen Halle, die durch die nahen Wände einen enormen Hall besitzt. Jedes Geräusch wird von den rauen Wänden zurückgeworfen, und man bekommt ein seltsames Gefühl der Enge. Nach etwa 50 Metern kommt man in eine weitere Höhle, die durch einen etwa zwanzig Meter hohen Kamin mit der Aussenwelt verbunden ist. 

Leider  leider leider habe ich aus der Höhle selber keine Fotos oder Videos, da ich keine wasserdicht Kamera besitzte, lediglich vom Eingang konnte ich mir ein Foto erschleichen.

Wer diese Höhle wiedererkennt, der könnte sie schon einmal in dem 1980 erschienenen Film "Die Blaue Lagune" kennen, die in Teilen genau dort aufgenommen wurde. 

Also ist Fiji eine Reise wert?


Von Europa aus vielleicht eher nicht, aber von Australien  oder Neuseeland aus sind es nur wenige Stunden im Flugzeug, und man ist in einer völlig andern Welt. Von Nadi, oder auch der Haupstadt Suva würde ich hingegen absehen, da ist der Norden der Hauptinsel, oder auch eine, oder mehrere Inseln in den Yasawas deutlich sehenswerter. 
Die wundervare Landschaft, das klare Wasser, und natürlich die legendäre Gastfreundschaft der Fijianer machen die Inseln zu einer wahrhaft lohnenswerten Reise.

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