Von Sydney nach Cairns! Teil 1

Im Bus nach Norden!

Australian East Coast nahe Cape Byron
Australian East Coast nahe Cape Byron

Nach einigen Wochen in Sydney hatte ich die Stadt schon von der ein oder anderen Seite gesehen, und auch wenn es mir dort sehr gut gefallen hat, war es dann erstmal genug in der großen Stadt, und ich machte mich auf in den Norden des Landes, nach Byron Bay, Surfers Paradise, Brisbane, Noosa,  Hervey Bay, Airlie Beach, Magnetic Island und Cairns.

Von Cairns dann ging es mit dem Flugzeug nach Melbourne,und von da aus wieder nach Sydney, von wo aus ich meinen Flug nach Seoul antrat.

 

Gebucht habe ich den Bus, mit dem Sydney to Cairns Greyhound Ticket, einem 10 Nächte Hostel Voucher, sowie allen Touren, über die ich im Folgenden schreiben werde bei einem der vielen Greyhound Wicked Travel Reisebüros, in der Niederlassung in der Georgestreet in Sydney, zusammen mit Dominik, aus Deutschland, der mich dort mit einigem an eigenen Erfahrungen und sehr persönlich beraten hat. Etwas über anderthalb Monaten habe ich mir für diesen Abschnitt Zeit genommen. 

Zu allererst: Byron Bay

Menschenleere, lange, weiße Sandstrände
Menschenleere, lange, weiße Sandstrände

Mein erster Stop war nach einer vollen Nacht im Bus um 6:00 in der Frühe erreicht. Bei bestem Sonnenschein, leichter Bewölkung und angenehmen Temperaturen war ich nach dem etwas wechselhaften Sydney endlich in dem Australien angekommen, wie man sich es vorstellt.

 

Warmes Wetter, brennende Sonne, feiner Sandstrand, und entspanntes Leben.
 
Besonders der letzte Punkt trifft im Besonderen auf Byron Bay zu, denn hier hat sich die alternativen Szene, die Hippies und Musiker, die Freien und Entspannten, und die Surfer niedergelassen.
Am Strand oder angrenzenden Park halten sich den ganzen Tag Menschen auf, die vergnügt die Sonne genießen, Musik machen, jonglieren üben, oder einfach nur so vor sich hin dösen. Zu diesen habe ich mich einige Zeit gesellt, und den Tag an mir vorbeiziehen lassen. Natürlich habe ich es mir auch nicht nehmen lassen die kleine Wanderung zu Cape Byron, dem östlichsten Punkt Australiens, und zu dem hübschen kleinen Leuchtturm zu genießen.
Sand unter den Füßen, Sonne auf der Nase und Wind im Rücken, so ging ich bester Laune dort entlang, und fühlte mich so richtig in Australien angekommen.
Den zweiten Tag verbrachte ich so ziemlich ausschließlich am Strand, und mit Essen. Und dann ging es auch schon weiter, wieder mit dem Bus, diesmal aber nur vier Stunden, statt elf. 

Surfers Paradise

Die zweite Station war das vollkommen antithetische Surfers Paradise. Keine Hippies, keine Gitarren und Bongos am Strand, sondern Hochhäuser, unter anderem das höchste in Australien, Tourismusindustrie, Massen von Menschen in Fußgängerzonen mit den üblichen Geschäften. Keine Ruhe wenige Minuten zu Fuß von dem Zentrum, Verkehrsreiche Straßen statt kleiner Gassen.
Surfers Paradise
Surfers Paradise

Doch auch wenn sich hier, dem Miami Australiens wie es einer der Mitarbeiter im Hostel nannte, blitzte an der ein oder anderen Stelle das Familiäre und Gemütliche durch.

 

In dem Park entlang des Strandes, wo Gruppen beisammen saßen und die Grills benutzten, das erste mal in meinem Leben, dass ich öffentliche Grills gesehen habe, die auch tatsächlich für den vorgesehenen Zweck verwendet wurden, Familien mit Kindern am Strand planschten, auf dem Spielplatz spielten, oder auf einer der zahlreichen Liegen und Bänken verweilten. 

Surfers Paradise hat mir eher weniger gefallen, es ist eher wenig besonders und besaß eher wenig Reiz für mich. Für die zwei Tage die ich dort verbracht habe war es aber in Ordnung, und ein interessanter Kulturschock nach Byron Bay. 

Brisbane-eine Stadt

Nur eine kurze Fahrt mit dem Bus weiter nach Norden entfernt erreichte ich Brisbane, eine Stadt. Denn das war Brisbane für mich, anders als all die anderen Orte in Australien an denen ich bis dahin war, hatte Brisbane für mich rein garnichts besonderes zu bieten.

Ein paar Wolkenkratzer mit großen Firmen und Menschen in Anzügen, einen Fluss, eine Fußgängerzone mit Geschäften, alles Teil einer jeder größeren Stadt, aber eben nichts besonderes, keine coole Subkultur lief mir  Über den Weg, keine tollen spektakuläre Orte, einfach nur eine generische Stadt.

 

 Ausdrücklich abraten möchte ich allen Menschen der Erde von dem Base X Hostel Uptown Brisbane. Auch wenn es jetzt deutlich besser sein müsste, sonst hätten die Renovierungsarbeiten, die dort in allen angrenzenden Zimmer stattfanden auch so gar keinen Sinn ergeben. Während meines Aufenthalts jedenfalls hatte ich tolle Farbgerüche, Staub, eine nur sehr sporadisch funktionierende Klimaanlage und wirklich unfassbar dreckige Küche während ich dort die zwei Nächte in dem 14-Bett-Zimmer verbrachte. Und von der Badzimmersituation will ich garnicht erst anfangen.

 

Aber es wurde besser, viel besser. 

Noosa

Nur eine kurze Busfahrt von zweieinhalb Stunden nach Norden brauchte ich bis Noosa, einem kleine niedlichen Strandort, der in sanften Hügel nahe einer Flussmündung, umgeben von einem tollen Nationalpark, mit Koalas, mit einer Vielzahl von grandiosen Stränden nicht nur mich begeistert. Hier hat man als australische Berühmtheit sein Ferienhaus, hierhin zieht man sich zum Entspannen zurück, und dafür ist es auch hervorragend geeignet. 

Anders als in den vorherigen Hostels waren die Zimmer auch nicht in einem mehrstöckigen Gebäude mit kleinem Gemeinschaftsbereich im ersten Stock, sondern in kleinen Bungalows auf recht großzügiger Fläche verteilt, rund um die Terasse, die Küche, das hosteleigene Restaurant/Bar, der Küche und dem Pool. 
Perfekt. 
Nach zwei Tagen Strand, Spaziergängen durch den schattigen Eukalyptuswald und an den Stränden entlang, Picknicken am Dolphin Point, Poolvolleyball im Hostel, leckerem selbstgemachtem Abendessen, und Sonnenuntergang beobachten stand die erste Tour für mich auf dem Plan.
Kanufahren in den Noosa Everglades.  
Nachdem wir uns alle mit Essen für die nächsten Tage eingedeckt hatten ging es im Minibus in den Busch. In einem echten Buschcamp, fernab der Zivilisation (in Wahrheit waren es nur etwa 20 Minuten im Auto) umgeben von Koalas, Spinnen und Stachelrochen saßen wir, eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von lustigen Menschen, von denen ich einige wiedertreffen würde, also im Schatten, spielten Voleyball, fuhren mit dem Kanu den von Teebaumöl durchsetzten Brackwasserfluss rauf, oder runter, badeten im Wasser, das angeblich ganz toll für die Haut und Haare sein soll, oder in der Sonne. Abends kochte sich jeder sein Essen, wir saßen zusammen ums Lagerfeuer und ließen uns von dem kautzigen Eigentümer einen Bären aufbinden, und ließen den Tag ausklingen.
Ich hatte einen Riesenspass. 
Nach zwei viel zu kurzen Nächten und sehr langen Tagen ging es wieder zurück nach Noosa, um den Bus zur nächsten grandiosen Tour zu nehmen. 
Doch da dieser Eintrag jetzt schon eine amtlich Länge erreicht hat, und es bestimmt nocheinmal soviel zu erzähöen gibt, setze i ch hier einen Schnitt, und verweose auf den nächsten. 
Nur so viel sei gesagt, es geht um Dingos, viel Sand, ein Segelboot, einen sehr langen Fall und Hitze. 

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