Von Sydney nach Cairns! Teil 2

Fraser Island

Nach der Nacht im Bus, gar nicht so schlecht wie man es sich eigentlich vorstellt, kam ich in Hervey Bay an. 
Dort checkte ich dann sofort in dem Hostel ein und bekamen die Vorbesprechung für das Offroad Abenteuer auf Fraser Island, der größten SandInsel der Welt.
Noch am selben Abend bildeten sich Gruppen, die gemeinsam zu den Supermärkten fuhren um dort das Essen für die Insel einzukaufen. Nach getanem Einkauf, und Pizza, wurden letzte Vorbereitung für das Mittagessen am nächsten Tag getroffen, und alle gingen dann auch rechtzeitig zu Bett, da der Tag schon früh beginnen sollte. 

Am Morgen dann fand sich die gesamte Gruppe in der Lobby des Hostels ein, um die wichtigen Sicherheitshinweise zu Dingos und dem Fahren in Sand in einem Video zu sehen.

Dann ging es an das Verstauen der Lebensmittel, was bei den teilweise recht kleinen Kofferräumen der Toyota Landcruiser, und bis zu acht Personen pro Fahrzeug nicht einfach, aber machbar war. 

Der Tross von vier Toyotas setzte sich in Bewegung, in Richtung Fähre, die uns zu der Insel bringen sollte. 
Nach etwa 40 Minuten auf dem Wasser kamen wir an, der Reifendruck wurde abgesenkt, die Differentiale gesperrt, und die Insel angegangen.

 Und zu sehen und zu erfahren, entschuldigt den Wortwitz, gab es wirklich viel. Die Insel hat viele zu bieten, Seen, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. 
Einen  roten See, gefärbt von ätherischen Ölen, einen See so klar, dass man locker acht Meter tief gucken konnte und einen mit Fischen, die tote Haut abknabbern. 

 Es gibt einen endlos langen Sandstrand, der eben so ein öffentlicher Highway ist, Eukalyptuswälder, hohe Bäume, zwei Felsen, kräftige Brandung, Stachelrochen und Haie im Meer. Und Dingos, die an sich ganz putzig aussehenden, mit dem Hund verwandten wilden Tiere, streunen auf der gesamten Insel herum. 

 Deshalb ist um die befestigten Ferienanlagen und Geschäfte auf der Insel ein elektrischer Zaun gespannt.
 Um das Camp in dem wir uns über die Nacht befanden, war allerdings kein solcher Zaun. 

Deshalb kam es durch aus vor das man nachts auf dem Weg zum Zelt ein Dingo sah, die aber wenn man wie bei der Sicherheitsbelehrung geraten in Gruppen soch bewegt nicht anrufen. Ein "Dingostick" hatte aber trotzdem jeder bei sich. Nur so zur Sicherheit. 

Die zwei Tage auf Fraser waren entbehrungsreich, und das Campen im sandigen Zelt gewiss nicht etwas für jeden.

 Ich allerdings habe die wundervolle Landschaft, die Freiheit, und natürlich auch das Fahren an sich sehr genossen. 
Ich durfte zwar leider, da ich noch viel zu jung dafür bin, das Auto nicht selber fahren, aber Spaß gemacht hat es trotzdem. 

 Ich würde jedem, der einigermaßen Spaß an Camping, Offroading, Autos, oder einfach nur an Sand hat diese Tour uneingeschränkt empfehlen.

Whitsundays

Nach einer weiteren über Nachtfahrt kam ich aus Hervey Bay nach Airlie Beach. Von hier aus startete meine nächste Tour. Nach dem Bus, einem Geländewagen, und einem sehr kurzen Intermezzo im Flugzeug auf Fraser kam nun das nächste Verkehrsmittel hinzu, ein Segelboot. 


Wenn auch nur relativ kurze Zeit tatsächlich gesegelt verbrachte ich doch die meiste Zeit der zwei Tage dieser Tour auf diesem Segelboot. Mit der Pride of Airlie ging es am ersten Tag auf eine der Inseln. Hier hat der Betreiber dieser Tour einen nach einem Zyklon aufgegebenes Ferienresort aufgekauft, und nutzt nun einen geringen Teil der Anlage als Basisstation für die Segeltouren für Backpacker. 


Die gesamte Anlage ist an sich hochwertig erbaut, und man erkennt welche Größe dieses ehemalige Ferienresort hatte. Jetzt wird aber nur noch ein kleiner Teil genutzt, hauptsächlich um Kosten zu sparen.

 Die Zimmer wurden auf Mehrbettzimmer umgerüstet, und der Tennisplatz sowie der Golfplatz, das Restaurant, und viele der Zimmer wurde stillgelegt. 

Aber hier verbrachte ich nur recht wenig Zeit am zweiten Tag, denn da ging es schon sehr früh am Morgen, so gegen sieben uhr mit der Segelei los. Um einige der  Whitsundays Inseln  herum, vorbei an Schildkröten, Delfinen, schönen Klippen, und noch schöneren Stränden.

 Am White Haven Beach machten wir den ersten Stop. Der Sand an diesem Strand gilt nach Aussage des Tourguides als der sauberste und reinste Sand der Welt. 

Er ist wirklich gleißend hell. Aber nicht so besonders beeindruckend. 


Dann gab es ein leichtes Mittagessen auf dem Boot und da ging es auch schon weiter zu einer Bucht an einer anderen Insel, um dort an einem Riff zu tauchen und zu schnorcheln. 

Dieses war, verglichen mit den anderen die ich schon in meinem Leben gesehen habe in den Farben eher bräunlich, und nicht sonderlich beeindrucken. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, auch wenn alle um Quallenstiche zu vermeiden ein wirklich lächerlich aussenden Stingersuit tragen mussten. Nachdem ziemlich auslaugenden Schnorcheln ging es dann wieder zurück auf die Insel, wo der Abend in lockerer Runde mit den vielen anderen netten Menschen ausklingen lassen wurde. 


Am nächsten Morgen sind wir auf dieser Insel zu dem höchsten Hügel dort gewandert, der einen schönen Ausblick über die Inselgruppe bot. 

Zurück von der Wanderung haben wor dann auf der Insel rumliegende Kokosnüsse gesammelt und der Guide hat uns gezeigt, wie man diese richtig öffnet. Im Endeffekt war das aber auch nicht schneller, als die Nüsse einfach auf den Fussboden zu werfen, was wir am Abend zuvor aus Jux und Dollerei gemacht hatten. Beide Wege die Kokosnuss zu öffnensind allerdings sobald man an das Kokoswasser kommt sehr lohnenswert, und nach dem vergossenen Schweiß schmeckt es noch gleich dreimal so gut. 

Nach einem kalten Mittagessen ging es dann mit dem Boot wieder zurück in den Hafen, und für mich ins Hostel, dennes ging ja schon am nächsten Morgen weiter, nach Magnetic Island. 

Magnetic Island

Magnetic Island liegt im tropischen nördlichen Queensland, nur etwa zwanzig Minuten mit der Fähre von Townsville entfernt. Neben Kängurus, wilden Koalas, Schlangen, viel Sand, steinigen Hügeln und dem Meer gibt es hier noch etwas, was es sehr lohnenswert macht, sehr gute Hostels. Mindestens in meiner weltweiten Top 5 der Hostels liegt das Base X Magnetic Island. Mit sehr schönen kleine Häusern die das Meer überblicken, einem sehr weitläufigen Gelände mit viel Grün, einem Pool direkt am Strand, dem privaten Strand, einer Bar/Restaurant, mit vernünftigem Essen zu angemessenen Preisen, Hängematten, die beste Art zu ruhen, und als ich da war vielen netten Menschen. 


Zu den anderen Reisenden in Australien sollte ich noch ein paar Worte verlieren. 

Im Grunde lassen sich die Reisenden in vier Gruppen einteilen, die größte Gruppe besteht ausschließlich aus jungen Deutschen, mehr Mädchen als Jungen, die nach dem Abi, oder in den Semesterferien für eine Weile nach Australien, in den Sommer, geflüchtet sind.


Die zweitgrößte Gruppe sind Skandinavier, und andere Europäer, meist anfang zwanzig und im Studium, oder gerade fertig, die dritte, das sind all die Briten, und die letzte Gruppe besteht aus den wenigen Amerikanern, und Kanadiern, und ein oder zwei Südamerikanern, und fast genaus so viele Asiaten. 

Also sprach ich doch recht viel deutsch in den Hostels, in Magnetic Island war ich in einem Achtbettzimmer und rein zufällig waren sechs der anderen Sieben ebenfalls aus Deutschland. 


Gemacht habe ich dort nicht besonders viel. An dem ersten Tag bin zusammen mit einer Gruppe aus dem Hostel Wandern gegangen, was bei hohen Temperaturen, Sonne, und felsig steilen Wegen doch durchaus anstrengend wird. 


Aber dafür haben wir tolle Strände und Buchten gesehen, die gesamte Insel überblickt, eine Kokosnuss gefunden, geöffnet, und gegessen, sowie einen wilden Koala beobachtet. 


Und sonst habe ich am Pool, in der Hängematte, im Pool, oder irgendwo dazwischen verbracht. Nach zwei Tagen auf der hübschen Insel ging es dann schon nach Cairns.

Cairns

Nach einer gefühlten weiteren Ewigkeit im Bus fuhr ich dutch das tropische Nort Queensland, Cairns entgegen. Vorbei an Zuckerrohrfeldern, Kleinstädten und sonst nichts fuhr ich also in die nördlichste Stadt der Ostküste, die mit ihren 130.000 Einwohnern die Großstadt der Region darstellt. 


Die Stadt an sich hatte für mich hingegen eher wenig zu bieten, neben einer netten Strandpromenade mit angeschlossenem öffentlichem Pool war alles eher unspannenden, hervorragend und der Grund für doe meisren Menschen dort hinzufahren hingegen ist die Nähe zum Outer Great Barrier Reef. 


Auf eintägigen Bootstouren kann man hier die volle Ladung Riff abbekommen. So bin ich also auch wie so viele andere morgens um sieben auf das Schiff, und bei überaus ungewöhnlich glattem Wasser raus gefahren, um dort an zwei verschiedenen Stellen mit Schnorchel und Maske bewaffnet durch das Wasser zu paddeln, und all die schönen Fische, Korallen, Muscheln, Haie, und so weiter anzusehen. 


An dem zweiten Schnorchelspot, nach dem Mittagessen habe ich dann auch noch den zweoten Teil meines Pakets in Anspruch genommen, ich habe unter die Arme eines Tauchlehrers gehakt das Outer Great Barrier Reef nicht nur von der Oberfläche, sondern auch von etwa acht Metern Tiefe erlebt. 

Wirklich lohnenswert, und das zweitbeste Abenteuer in Cairns. 



Das größte war, der Sprung aus einem an sich noch vollständig Funktionstüchtigen Flugzeug in doe Tiefe. Natürlich an einen Instructor und Fallschirm gebunden, aber dennoch in das reine Nichts hinein. 

Ein sehr seltsames Gefühl jegliche phsikalische Verbindung zu allem in der Welt zu verlieren, und nur von Luft getragen zu werden, und definitiv etwas, was ich nicht missen möchte. 



Aus Cairns gibg es dann im Flugzeug weiter nach Melbourne, und über Weihnachten und Neujahr nach Sydney, aber dazu ein ander mal. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Shk (Samstag, 27 Februar 2016 18:44)

    Schön, dass du mal wieder berichtest. Was für schöne Bilder!